
Ein klassisches Rindergulasch gehört zu den Gerichten, die mit wenigen, einfachen Zutaten einen besonders intensiven Geschmack entwickeln. Zart geschmortes Rindfleisch, langsam goldbraun gebratene Zwiebeln, aromatisches Paprikapulver und Tomatenmark ergeben zusammen eine kräftige, wunderbar würzige Soße.
Das Geheimnis eines guten Gulaschs liegt vor allem in der langen, schonenden Garzeit. Das Fleisch darf ganz in Ruhe schmoren, bis es so zart ist, dass es sich fast mit der Gabel teilen lässt. Durch das langsame Schmoren verbinden sich die Aromen von Fleisch, Zwiebeln, Paprika und Brühe zu einer herzhaften Soße.
Dazu passen heiße Petersilienkartoffeln besonders gut. Die Kartoffeln nehmen die kräftige Gulaschsoße wunderbar auf und machen das Gericht zu einem sättigenden und gemütlichen Familienessen. Das Gulasch eignet sich außerdem hervorragend zum Vorkochen, denn nach dem Durchziehen schmeckt es oft noch aromatischer.
🛒 Zutaten
Für das Rindergulasch
🥩 800 g Rindfleisch, z. B. Wade oder Schulter
🧅 3 große Zwiebeln
🧄 2 Knoblauchzehen
🌶️ 2 EL Paprikapulver, edelsüß
🍅 2 EL Tomatenmark
🥣 500 ml Rinderbrühe
🧈 2 EL Öl oder Butterschmalz
🧂 Salz nach Geschmack
⚫ Pfeffer nach Geschmack
🌿 optional 1 TL Kümmel
Zum Servieren
🥔 heiße Petersilienkartoffeln
🌿 frische Petersilie nach Wunsch
👩🍳 Zubereitung
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetzt.
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👩🍳 Zubereitung
1. Fleisch vorbereiten
Das Rindfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und anschließend in größere, möglichst gleichmäßige Würfel schneiden.
Die Fleischstücke sollten nicht zu klein sein, da sie während der langen Schmorzeit noch etwas an Größe verlieren. Gleichmäßig große Würfel sorgen außerdem dafür, dass das Fleisch möglichst gleichzeitig gar wird.
2. Zwiebeln und Knoblauch vorbereiten
Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Den Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken oder durch eine Knoblauchpresse drücken.
Die Zwiebeln spielen bei diesem Gulasch eine besonders wichtige Rolle, denn durch das langsame Schmoren entwickeln sie eine intensive Süße und bilden einen großen Teil der späteren Soßenbasis.
3. Fleisch kräftig anbraten
Das Öl oder Butterschmalz in einem großen, schweren Topf erhitzen.
Das Rindfleisch am besten portionsweise in den heißen Topf geben und von allen Seiten kräftig anbraten. Das Fleisch sollte dabei eine schöne braune Farbe bekommen.
Wichtig ist, nicht zu viel Fleisch auf einmal in den Topf zu geben. Liegen die Fleischstücke zu dicht beieinander, tritt Flüssigkeit aus und das Fleisch beginnt eher zu kochen, anstatt kräftig zu bräunen.
Die angebratenen Fleischwürfel anschließend aus dem Topf nehmen und kurz beiseitestellen.
4. Zwiebeln langsam schmoren
Im gleichen Topf die vorbereiteten Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam schmoren.
Dabei regelmäßig umrühren und ihnen ausreichend Zeit geben, bis sie weich und schön goldbraun geworden sind. Dieser Schritt ist besonders wichtig für den späteren Geschmack und die Farbe der Gulaschsoße.
5. Knoblauch und Tomatenmark hinzufügen
Nun den gehackten Knoblauch und das Tomatenmark zu den Zwiebeln geben.
Beides kurz mitrösten und dabei ständig umrühren. Das Tomatenmark darf leicht anrösten, sollte aber nicht verbrennen.
Durch das kurze Anrösten entwickelt das Tomatenmark ein intensiveres Aroma und verleiht der Soße später eine besonders kräftige Farbe.
6. Paprikapulver einarbeiten
Den Topf kurz von der Hitze nehmen.
Das edelsüße Paprikapulver zu den Zwiebeln geben und gründlich verrühren. Anschließend sofort mit etwas Rinderbrühe ablöschen.
Dieser Schritt sollte zügig erfolgen, da Paprikapulver bei zu großer Hitze schnell bitter werden kann.
7. Fleisch und Brühe hinzufügen
Das angebratene Rindfleisch wieder in den Topf geben.
Anschließend die restliche Rinderbrühe angießen und alles gründlich miteinander verrühren.
Mit Salz und Pfeffer würzen. Wer den typischen Geschmack von Kümmel mag, kann zusätzlich etwa 1 TL Kümmel hinzufügen.
8. Gulasch langsam schmoren
Den Topf mit einem Deckel verschließen und das Gulasch bei niedriger Hitze etwa 2 bis 2½ Stunden sanft schmoren lassen.
Das Gulasch sollte nur leicht köcheln und nicht stark sprudelnd kochen. Durch die langsame Garzeit wird das Rindfleisch besonders zart und die Soße immer aromatischer.
Zwischendurch gelegentlich umrühren und kontrollieren, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Falls nötig, etwas Rinderbrühe nachgießen.
9. Fleisch auf Zartheit prüfen
Nach etwa zwei Stunden kann das Fleisch erstmals mit einer Gabel geprüft werden.
Es sollte weich und zart sein und sich leicht teilen lassen. Ist es noch etwas fest, einfach weiter schmoren lassen. Je nach Fleischstück und Größe der Würfel kann die benötigte Garzeit etwas variieren.
10. Soße vollenden
Wenn das Fleisch schön zart ist, die Soße noch einmal abschmecken.
Bei Bedarf mit etwas Salz oder Pfeffer nachwürzen. Sollte die Soße noch zu dünn sein, kann das Gulasch einige Minuten ohne Deckel weiterköcheln. Dabei verdampft überschüssige Flüssigkeit und die Soße wird kräftiger und konzentrierter.
11. Petersilienkartoffeln zubereiten
Während das Gulasch fertig schmort, die Kartoffeln garen und anschließend mit frisch gehackter Petersilie vermengen.
Die heißen Petersilienkartoffeln auf Tellern anrichten und das Rindergulasch mit reichlich aromatischer Soße dazugeben.
12. Servieren
Das fertige Gulasch nach Wunsch mit etwas frisch gehackter Petersilie bestreuen und sofort heiß servieren.
Die Kombination aus zartem Rindfleisch, kräftiger Zwiebel-Paprika-Soße und den milden Petersilienkartoffeln ergibt ein wunderbar klassisches und sättigendes Gericht.
💡 Tipps für besonders zartes Rindergulasch
Fleisch portionsweise anbraten: So bekommt das Rindfleisch eine schöne Röstfarbe und entwickelt mehr Aroma.
Zwiebeln nicht hetzen: Langsam geschmorte Zwiebeln bilden die Grundlage für eine besonders kräftige Soße.
Paprikapulver nicht verbrennen lassen: Deshalb den Topf kurz von der Hitze nehmen und das Paprikapulver anschließend zügig mit Brühe ablöschen.
Niedrige Temperatur verwenden: Gulasch wird besonders zart, wenn es lange und sanft schmoren darf.
Geduld lohnt sich: Wenn das Fleisch nach zwei Stunden noch nicht weich genug ist, einfach etwas länger schmoren lassen.
Soße am Ende reduzieren: Durch kurzes Einkochen ohne Deckel wird sie intensiver und bekommt eine schöne Konsistenz.
Am nächsten Tag: Gulasch lässt sich hervorragend vorbereiten und schmeckt nach dem Durchziehen häufig sogar noch aromatischer.
🍽️ Weitere Beilagen
Neben Petersilienkartoffeln passen auch Kartoffelpüree, Salzkartoffeln, Semmelknödel, Spätzle oder frisches Bauernbrot hervorragend dazu.
Wer besonders viel von der kräftigen Soße genießen möchte, kann das Gulasch mit einer Beilage servieren, die die Soße gut aufnimmt.
🧊 Aufbewahrung und Aufwärmen
Das fertige Gulasch vollständig abkühlen lassen und anschließend gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Beim Aufwärmen langsam erhitzen und gelegentlich umrühren. Sollte die Soße durch die Lagerung etwas zu dick geworden sein, kann einfach ein kleiner Schuss Rinderbrühe hinzugefügt werden.
Guten Appetit! 🥘🥔🌿
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