Einfach, aromatisch und wunderbar zart – dieser Rinderschmorbraten beweist, dass ein köstliches Festessen keine lange Zutatenliste benötigt.
Manchmal sind es gerade die einfachen Gerichte, die besonders gut schmecken. Dieser Rinderschmorbraten wird aus nur drei Hauptzutaten zubereitet: Rindfleisch, Zwiebeln und Rotwein. Durch das langsame Schmoren wird das Fleisch herrlich weich, während die Zwiebeln zerfallen und gemeinsam mit dem Rotwein eine kräftige, aromatische Soße bilden.
Das Rezept eignet sich hervorragend für Weihnachten, Feiertage, Familienessen oder ein gemütliches Sonntagsessen. Während der Braten langsam im Topf schmort, bleibt genügend Zeit, um die Beilagen vorzubereiten.
Besonders praktisch: Der Braten lässt sich wunderbar am Vortag zubereiten und schmeckt aufgewärmt oft sogar noch aromatischer.
Zutaten
Für den Rinderschmorbraten
1,5 kg Rinderschmorbraten, beispielsweise aus der Schulter oder dem Rinderbug
700 g Zwiebeln
500 ml trockener Rotwein
Zum Anbraten und Würzen
2 EL Öl
2 TL Salz
1 TL schwarzer Pfeffer
2 Lorbeerblätter
1 TL getrockneter Thymian (optional)
Die drei Hauptzutaten: Rindfleisch, Zwiebeln und Rotwein. Öl und Gewürze dienen lediglich zum Anbraten und Abschmecken.
Benötigte Utensilien
Großer, schwerer Bräter mit Deckel
Schneidebrett
Scharfes Küchenmesser
Kochlöffel
Fleischzange
Fleischgabel oder kleines Messer für die Garprobe
Stabmixer (optional)
Servierplatte
Zubereitung
1. Das Fleisch vorbereiten
Den Rinderbraten etwa 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Das Fleisch sollte nicht eiskalt in den heißen Bräter gegeben werden.
Anschließend mit Küchenpapier rundherum gründlich trocken tupfen. Dieser Schritt ist wichtig, damit das Fleisch beim Anbraten eine schöne Kruste entwickeln kann.
Den Braten von allen Seiten gleichmäßig mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Dabei auch die Seitenflächen nicht vergessen.
2. Die Zwiebeln schneiden
Die Zwiebeln schälen, halbieren und anschließend in grobe Ringe oder Halbringe schneiden.
Sie müssen nicht besonders fein geschnitten werden. Während der langen Schmorzeit werden sie weich und geben ihren Geschmack an die Soße ab.
Wer eine besonders kräftige Zwiebelsoße mag, kann die Zwiebeln etwas feiner schneiden. Gröbere Stücke sorgen dagegen für eine rustikale Soße mit mehr Struktur.
3. Das Fleisch kräftig anbraten
Das Öl in einem großen, schweren Bräter erhitzen. Sobald es heiß ist, den Rinderbraten vorsichtig hineinlegen.
Das Fleisch bei kräftiger Hitze von allen Seiten anbraten. Je nach Größe und Form dauert das pro Seite etwa 3–4 Minuten.
Wichtig ist, den Braten nicht ständig zu bewegen. Er sollte zunächst ungestört braten, damit sich eine kräftige, dunkelbraune Kruste bilden kann.
Anschließend das Fleisch mit einer Zange wenden und auch die übrigen Seiten sorgfältig anbraten.
Die entstandenen Röstaromen sind eine wichtige Grundlage für den späteren Geschmack der Soße.
4. Die Zwiebeln anrösten
Den angebratenen Braten kurz aus dem Bräter nehmen und auf einem Teller beiseitestellen.
Die vorbereiteten Zwiebeln in das verbliebene Bratfett geben. Bei mittlerer Hitze einige Minuten anrösten und dabei regelmäßig umrühren.
Die Zwiebeln dürfen leicht gebräunt sein. Durch das Anrösten entwickeln sie ein angenehmes, leicht süßliches Aroma, das hervorragend zum kräftigen Rindfleisch passt.
Sollten die Zwiebeln zu schnell dunkel werden, die Hitze etwas reduzieren.
5. Mit Rotwein ablöschen
Den Braten wieder zu den Zwiebeln in den Bräter legen. Anschließend den trockenen Rotwein langsam dazugießen.
Mit einem Kochlöffel den Bratensatz vorsichtig vom Boden lösen. Darin stecken viele Röstaromen, die der Soße später ihren kräftigen Geschmack verleihen.
Nun die Lorbeerblätter und nach Wunsch den getrockneten Thymian hinzufügen.
Die Flüssigkeit muss das Fleisch nicht vollständig bedecken. Es reicht, wenn der Braten teilweise im Rotwein liegt und im geschlossenen Bräter langsam schmoren kann.
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetzt.
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Zubereitung
6. Den Braten langsam schmoren lassen
Den Deckel auf den Bräter setzen und die Flüssigkeit einmal kurz aufkochen lassen. Anschließend die Hitze deutlich reduzieren.
Der Braten sollte nun bei niedriger Temperatur etwa 2½–3½ Stunden langsam schmoren. Die Flüssigkeit darf nur leicht köcheln und sollte nicht stark sprudelnd kochen.
Während des Schmorens wird das Bindegewebe im Fleisch nach und nach weich. Dadurch erhält der Braten seine typische zarte Konsistenz.
Die genaue Garzeit hängt vom verwendeten Fleischstück, seiner Dicke und der Temperatur ab. Deshalb sollte nicht ausschließlich nach der Uhr gekocht werden.
7. Den Braten regelmäßig kontrollieren
Etwa alle 45–60 Minuten den Deckel vorsichtig öffnen und den Braten bei Bedarf wenden.
Dabei auch prüfen, ob noch ausreichend Flüssigkeit im Bräter vorhanden ist. Sollte zu viel Flüssigkeit verdampft sein, etwas Wasser oder Brühe nachgießen.
Der Braten sollte während der gesamten Schmorzeit nicht trocken liegen.
Die Zwiebeln werden mit zunehmender Garzeit immer weicher. Sie verbinden sich mit dem Rotwein und dem Bratensatz zu einer dunklen, aromatischen Soße.
8. Die Garprobe durchführen
Nach etwa 2½ Stunden kann erstmals geprüft werden, ob das Fleisch bereits zart genug ist.
Dazu eine Fleischgabel oder ein kleines Messer vorsichtig in die dickste Stelle des Bratens stechen.
Wenn das Fleisch noch deutlich Widerstand bietet, braucht es weitere Garzeit. In diesem Fall den Deckel wieder schließen und den Braten weitere 20–30 Minuten schmoren lassen.
Die Garprobe anschließend wiederholen.
Der Braten ist fertig, wenn sich die Gabel leicht hineinstechen lässt und das Fleisch weich ist. Bei einem Schmorbraten ist Geduld besonders wichtig: Eine etwas längere Garzeit bei niedriger Temperatur sorgt häufig für ein besseres Ergebnis als zu kurzes Schmoren.
9. Das Fleisch ruhen lassen
Sobald der Braten weich und gar ist, vorsichtig aus dem Bräter nehmen und auf ein Schneidebrett oder einen großen Teller legen.
Das Fleisch locker mit Alufolie abdecken und etwa 10–15 Minuten ruhen lassen.
Währenddessen kann die Soße fertiggestellt werden. Die Ruhezeit erleichtert außerdem das anschließende Aufschneiden.
10. Die Zwiebel-Rotwein-Soße vollenden
Die Lorbeerblätter aus dem Bräter entfernen.
Die Zwiebeln und die verbliebene Flüssigkeit nochmals kurz erhitzen. Wer eine rustikale Soße bevorzugt, kann die Zwiebeln einfach so lassen, wie sie sind.
Für eine feinere, cremigere Konsistenz die Zwiebeln mit einem Stabmixer teilweise oder vollständig pürieren.
Durch die weich geschmorten Zwiebeln erhält die Soße eine natürliche Bindung. Zusätzliche Sahne oder Mehl sind dafür nicht unbedingt erforderlich.
Anschließend die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ist sie zu kräftig, kann sie mit etwas Wasser oder Brühe verdünnt werden. Ist sie zu dünn, lässt sie sich bei geöffnetem Deckel noch einige Minuten einkochen.
11. Den Braten aufschneiden
Nach der Ruhezeit den Rinderbraten mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden.
Dabei möglichst quer zur Faser schneiden. So werden die Fleischfasern verkürzt und die Scheiben lassen sich angenehmer essen.
Die Fleischscheiben auf einer vorgewärmten Servierplatte anrichten und großzügig mit der heißen Zwiebel-Rotwein-Soße übergießen.
Die restliche Soße separat in einer Sauciere servieren, damit sich jeder nach Belieben bedienen kann.
Die passenden Beilagen
Zu diesem kräftigen Rinderschmorbraten passen besonders gut klassische Beilagen, die die aromatische Soße aufnehmen.
Kartoffelklöße
Semmelknödel
Kartoffelpüree
Spätzle
Salzkartoffeln
Rotkohl
Rosenkohl
Glasierte Möhren
Grüne Bohnen
Besonders festlich schmeckt der Braten mit Kartoffelklößen und Rotkohl. Die leicht süßliche Note des Rotkohls harmoniert wunderbar mit der kräftigen Rotweinsoße.
Wer es einfacher mag, kann den Braten auch mit Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln servieren.
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Die wichtigsten Tipps für einen besonders zarten Braten
Das richtige Fleisch auswählen
Für einen Schmorbraten eignen sich besonders gut Stücke aus der Rinderschulter oder dem Rinderbug. Diese enthalten Bindegewebe, das sich während des langsamen Garens allmählich in Gelatine umwandelt.
Dadurch wird das Fleisch bei ausreichend langer Garzeit besonders weich und saftig.
Ein mageres Stück kann ebenfalls verwendet werden, benötigt aber je nach Beschaffenheit eine angepasste Garzeit.
Das Fleisch rundherum anbraten
Das kräftige Anbraten ist ein wichtiger Schritt. Die braune Kruste sorgt für intensive Röstaromen, die später in die Soße übergehen.
Dafür sollte der Bräter ausreichend heiß sein. Außerdem empfiehlt es sich, das Fleisch vor dem Anbraten trocken zu tupfen.
Die Zwiebeln ausreichend rösten
Die Zwiebeln sind nicht nur eine Beilage, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Soße.
Wenn sie vor dem Ablöschen leicht gebräunt werden, entwickeln sie ein süßliches, herzhaftes Aroma. Sie sollten allerdings nicht verbrennen, da verbrannte Zwiebeln der Soße einen bitteren Geschmack geben können.
Einen geeigneten Rotwein verwenden
Ein trockener Rotwein eignet sich besonders gut für dieses Gericht. Er sollte einen Geschmack haben, den man auch gerne zum Essen trinken würde.
Während des Schmorens wird ein Teil der Flüssigkeit reduziert, wodurch sich die Aromen konzentrieren. Ein sehr süßer oder ausgesprochen kräftiger Wein kann deshalb den Geschmack der Soße stark beeinflussen.
Die Temperatur niedrig halten
Ein guter Schmorbraten braucht Zeit. Bei zu hoher Temperatur kann das Fleisch fest werden und die Flüssigkeit zu schnell verdampfen.
Deshalb sollte der Braten nur sanft köcheln. Ein schwerer Bräter mit gut schließendem Deckel hilft dabei, die Temperatur gleichmäßig zu halten und Feuchtigkeit im Topf zu bewahren.
Den Braten nicht zu früh aufschneiden
Nach dem Schmoren sollte das Fleisch kurz ruhen. Dadurch lässt es sich leichter schneiden und die Scheiben bleiben besser in Form.
Beim Aufschneiden immer auf die Richtung der Fleischfasern achten. Quer zur Faser geschnittenes Fleisch wirkt beim Essen zarter.
Vorbereitung am Vortag
Dieser Rinderschmorbraten eignet sich hervorragend für die Vorbereitung am Vortag.
Dafür den Braten vollständig nach Rezept schmoren und anschließend in der Soße abkühlen lassen. Sobald er ausreichend abgekühlt ist, den Bräter abdecken oder das Fleisch mit der Soße in geeignete, flache Behälter umfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Am nächsten Tag den Braten langsam und gründlich in der Soße erwärmen. Bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe hinzufügen, damit die Soße nicht zu dick wird.
Das Fleisch kann vor dem Erwärmen bereits in Scheiben geschnitten werden. Besonders saftig bleibt es jedoch, wenn es zunächst am Stück in der Soße erwärmt und erst kurz vor dem Servieren aufgeschnitten wird.
Aufbewahrung und Reste
Übrig gebliebener Braten sollte nach dem Essen möglichst zeitnah gekühlt werden. In einem gut verschlossenen Behälter hält er sich im Kühlschrank in der Regel etwa 2–3 Tage.
Zum Aufwärmen eignet sich ein Topf bei niedriger Hitze. Dabei regelmäßig umrühren und darauf achten, dass die Soße nicht anbrennt.
Der Braten lässt sich außerdem portionsweise einfrieren. Am besten wird das Fleisch zusammen mit der Soße eingefroren, damit es beim späteren Erwärmen saftig bleibt.
Zum Auftauen den Behälter über Nacht in den Kühlschrank stellen und den Braten anschließend gründlich erhitzen.
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetzt.
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Häufig gestellte Fragen
Warum ist mein Rinderschmorbraten noch zäh?
Wenn das Fleisch nach der angegebenen Zeit noch zäh ist, braucht es möglicherweise einfach länger. Die Garzeit hängt stark vom Fleischstück und seiner Dicke ab.
Den Braten bei niedriger Temperatur weiter schmoren lassen und nach jeweils 20–30 Minuten erneut prüfen. Wichtig ist, dass genügend Flüssigkeit im Bräter bleibt.
Muss der Rotwein vollständig verkochen?
Nein. Während des Schmorens verdampft ein Teil der Flüssigkeit, aber nicht der gesamte Alkohol. Wer auf Alkohol verzichten möchte, kann den Rotwein durch eine geeignete Mischung aus Rinderbrühe und etwas Traubensaft ersetzen. Der Geschmack der Soße verändert sich dadurch.
Kann ich den Braten auch im Backofen schmoren?
Ja. Dafür den Bräter mit geschlossenem Deckel in den vorgeheizten Backofen stellen. Bei etwa 160 °C Ober-/Unterhitze kann der Braten langsam schmoren.
Die Garzeit bleibt abhängig vom Fleischstück. Deshalb sollte auch im Backofen regelmäßig kontrolliert werden, ob das Fleisch weich ist und noch ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist.
Kann ich die Soße ohne Mixer zubereiten?
Ja. Die Zwiebeln werden während des langen Schmorens sehr weich. Sie können mit einem Kochlöffel oder einer Gabel zerdrückt werden.
Wer eine besonders feine Soße möchte, kann sie alternativ durch ein Sieb streichen.
Kann ich das Rezept für weniger Personen zubereiten?
Ja. Die Zutaten lassen sich entsprechend reduzieren. Wichtig ist, einen ausreichend großen Topf zu verwenden und darauf zu achten, dass das Fleisch während des Schmorens teilweise in Flüssigkeit liegt.
Bei kleineren Fleischstücken kann sich die Garzeit verkürzen. Entscheidend bleibt die Garprobe.
Rezeptübersicht
Gericht: Rinderschmorbraten mit Zwiebel-Rotwein-Soße
Portionen: ca. 6 Personen
Vorbereitung: ca. 20 Minuten
Schmorzeit: ca. 2½–3½ Stunden
Ruhezeit: ca. 10–15 Minuten
Gesamtzeit: etwa 3½–4 Stunden
Schwierigkeitsgrad: Einfach bis mittel
Guten Appetit!
Dieser Rinderschmorbraten zeigt, wie aus wenigen Zutaten ein wunderbar herzhaftes Essen entstehen kann. Das langsam geschmorte Fleisch wird zart und saftig, während die Zwiebeln und der Rotwein eine kräftige, aromatische Soße ergeben.
Mit Kartoffelklößen, Rotkohl oder einer anderen Lieblingsbeilage wird daraus ein festliches Gericht für die ganze Familie. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, den Braten bereits am Vortag zuzubereiten.
Ein unkompliziertes Schmorgericht, das sich für besondere Anlässe ebenso eignet wie für ein gemütliches Sonntagsessen.

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