Ein klassischer Sauerbraten gehört zu den besonderen Gerichten der traditionellen Küche. Das Rindfleisch wird mehrere Tage in einer würzigen Essigmarinade eingelegt und bekommt dadurch seinen charakteristischen, leicht säuerlichen Geschmack. Beim anschließenden langsamen Schmoren wird das Fleisch wunderbar zart und nimmt die Aromen der Gewürze intensiv auf.
Die kräftige Soße erhält durch zerbröselte Ingwerkekse ihre typische Würze und eine angenehm sämige Konsistenz. Zusammen mit Kartoffelknödeln und Rotkohl entsteht ein herzhaftes Sonntagsessen, das besonders an kalten Tagen wunderbar wärmt und sich auch hervorragend für eine festliche Mahlzeit eignet.
Das Rezept benötigt zwar etwas Vorbereitung, denn das Fleisch sollte mehrere Tage marinieren, dafür ist die eigentliche Zubereitung unkompliziert. Durch die lange Marinierzeit kann das Rindfleisch die Aromen von Essig, Zwiebeln, Knoblauch und den verschiedenen Gewürzen besonders gut aufnehmen.
🛒 Zutaten
Für die Marinade
240 ml Rotweinessig oder Apfelessig
740 ml Wasser
1 große Zwiebel, in Scheiben geschnitten
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 EL Zucker
2 Lorbeerblätter
1 TL Nelken
1 TL Pimentkörner
1 TL schwarze Pfefferkörner
Für den Braten
1,4–1,8 kg Rinderbraten, z. B. aus Hüfte oder Schulter
2 EL Pflanzenöl
Für die Soße
120 g zerbröselte Ingwerkekse
480 ml Rinderbrühe
2 EL Butter
2 EL Mehl
Zum Servieren
Kartoffelknödel
Rotkohl
👩🍳 Zubereitung
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetzt.
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👩🍳 Zubereitung
1. Marinade vorbereiten
Für die Marinade Rotweinessig oder Apfelessig zusammen mit dem Wasser in eine große Schüssel oder ein geeignetes Gefäß geben.
Die in Scheiben geschnittene Zwiebel, den gehackten Knoblauch, Zucker, Lorbeerblätter, Nelken, Pimentkörner und schwarzen Pfeffer dazugeben. Alles gründlich miteinander verrühren.
Die Marinade sollte kräftig würzig und angenehm säuerlich duften. Die verschiedenen Gewürze geben dem späteren Braten sein charakteristisches Aroma.
2. Rindfleisch einlegen
Den Rinderbraten in ein großes, nicht reaktives Gefäß geben. Das Fleisch vollständig mit der vorbereiteten Marinade übergießen.
Das Gefäß gut abdecken und das Fleisch für 3–5 Tage im Kühlschrank marinieren lassen.
Während der Marinierzeit den Braten etwa ein- bis zweimal täglich wenden, damit die Marinade möglichst gleichmäßig an alle Seiten gelangt.
Je länger das Fleisch innerhalb dieses Zeitraums marinieren darf, desto intensiver kann es das Aroma der Gewürze aufnehmen.
3. Fleisch aus der Marinade nehmen
Nach der Marinierzeit den Rinderbraten aus der Marinade nehmen und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen.
Die Marinade zunächst unbedingt aufbewahren, da sie später für die Zubereitung der Soße beziehungsweise zum Schmoren des Fleisches benötigt wird.
4. Rinderbraten kräftig anbraten
Das Pflanzenöl in einem großen, schweren Topf oder Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen.
Den Rinderbraten hineinlegen und von allen Seiten kräftig anbraten. Pro Seite etwa 4–5 Minuten einplanen.
Das Fleisch sollte rundherum eine schöne braune Kruste bekommen. Dieser Schritt sorgt für zusätzliche Röstaromen und gibt dem späteren Braten einen besonders kräftigen Geschmack.
5. Braten schmoren
Die aufgefangene Marinade und die Rinderbrühe zum angebratenen Fleisch in den Topf geben.
Alles zunächst zum Köcheln bringen. Anschließend die Hitze reduzieren und den Topf mit einem Deckel verschließen.
Den Sauerbraten bei niedriger Hitze etwa 3 Stunden langsam schmoren lassen.
Je nach Größe und Beschaffenheit des Fleischstücks kann die genaue Garzeit etwas variieren. Der Braten ist fertig, wenn er schön zart ist und sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt.
Während des Schmorens sollte das Fleisch möglichst regelmäßig von Flüssigkeit umgeben sein.
6. Fleisch ruhen lassen
Den fertig geschmorten Rinderbraten vorsichtig aus dem Topf nehmen und auf einem Teller oder einer geeigneten Platte kurz beiseitestellen.
Das Fleisch kann währenddessen etwas ruhen, während die aromatische Soße fertiggestellt wird.
7. Schmorflüssigkeit abseihen
Die im Topf verbliebene Marinaden- und Brüheflüssigkeit durch ein feines Sieb in eine Schüssel oder einen zweiten Topf gießen.
Die festen Bestandteile wie Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze entfernen.
Die abgesiebte Flüssigkeit anschließend wieder in den Topf geben und erneut zum Köcheln bringen.
8. Ingwerkekse einrühren
Die zerbröselten Ingwerkekse in die köchelnde Flüssigkeit geben und gründlich einrühren.
Die Kekse lösen sich nach und nach in der heißen Flüssigkeit auf und verleihen der Soße ihre besondere, leicht würzige Note. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, dass die Soße schön sämig wird.
9. Soße mit Mehlschwitze binden
In einer kleinen Schüssel die Butter und das Mehl miteinander verrühren, bis eine gleichmäßige Mehlschwitze entsteht.
Diese Mischung nach und nach in die köchelnde Soße einrühren. Dabei kräftig rühren, damit keine Klümpchen entstehen.
Die Soße anschließend etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis sie die gewünschte cremige und sämige Konsistenz erreicht hat.
Falls die Soße zu dick geworden ist, kann sie bei Bedarf mit etwas Rinderbrühe oder Wasser verdünnt werden.
10. Sauerbraten aufschneiden
Den geschmorten Rinderbraten mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Scheiben schneiden.
Das Fleisch sollte weich und zart sein und sich leicht schneiden lassen. Die Scheiben anschließend auf einer vorgewärmten Servierplatte anrichten.
11. Mit der Soße servieren
Die kräftige Ingwerkeks-Soße über die Fleischscheiben geben oder separat in einer Sauciere servieren.
Klassischerweise passt dazu besonders gut Rotkohl und Kartoffelknödel. Die Knödel nehmen die aromatische Soße wunderbar auf und ergänzen den kräftigen Geschmack des Sauerbratens perfekt.
💡 Unsere Tipps
Ausreichend Zeit einplanen: Der Sauerbraten sollte mindestens 3 Tage, gerne bis zu 5 Tage, marinieren.
Fleisch regelmäßig wenden: Dadurch wird das Fleisch gleichmäßiger von der Marinade umgeben.
Braten gut trocken tupfen: Nur trockenes Fleisch lässt sich in heißem Öl richtig schön kräftig anbraten.
Nicht am Anbraten sparen: Eine gute braune Kruste sorgt für besonders intensive Röstaromen.
Langsam schmoren: Niedrige Hitze und ausreichend Zeit machen das Rindfleisch wunderbar zart.
Soße gut abschmecken: Je nach verwendeter Essigsorte kann die Säure unterschiedlich stark ausfallen. Bei Bedarf kann die Soße mit etwas Brühe oder einer kleinen Menge Zucker ausbalanciert werden.
Ingwerkekse fein zerbröseln: So lassen sie sich besonders gleichmäßig in der Soße verteilen.
Am nächsten Tag oft noch aromatischer: Sauerbraten lässt sich sehr gut vorbereiten und kann nach dem Durchziehen erneut erwärmt werden.
🍽️ Klassische Beilagen
Zu diesem herzhaften Sauerbraten passen besonders gut klassische Beilagen wie Kartoffelknödel und Rotkohl. Auch Kartoffeln, Spätzle oder Semmelknödel harmonieren wunderbar mit der kräftigen Soße.
Ein frischer grüner Salat kann zusätzlich für einen knackigen Kontrast sorgen.
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